RadianceKit Benutzerhandbuch

Kapitel 1 — Menüleiste

Die Menüleiste von RadianceKit gliedert alle Funktionen, die nicht unmittelbar im Hauptfenster oder im Inspector liegen. Das sind in erster Linie Aktionen, die auf die ganze Szene wirken (Öffnen, Speichern, Neues Projekt), das Training steuern (Start, Pause, Fortsetzen), den Viewport bedienen (Auto-Rotation, Screenshot, Hintergrundfarbe) und Exporte in verschiedene 3D- und Medien-Formate auslösen. Dazu kommen Sprungpunkte zu allen Hilfsfenstern (User Guide, Pareto Dashboard, Holdout Analysis, BayesOpt Console).

Tastatur-Kurzbefehle stehen jeweils rechts vom Menüeintrag. Konventionen: bedeutet die Command-Taste (Apfel-Taste), ist Shift, ist Option (Alt) und ist Control. Beispiel: ⇧⌘T steht für Shift+Command+T. Alle hier dokumentierten Kurzbefehle sind über Help → Keyboard Shortcuts (⌘/) zusätzlich in einem eigenen Übersichtsfenster aufgelistet.

Die folgenden 42 Einträge sind in der Reihenfolge der Inventur (M1–M42) dokumentiert, gruppiert nach dem zugehörigen Top-Level-Menü. Alle Einträge wurden gegen den aktuellen Code-Stand in (Zeilen 175–477) verifiziert. Keine Einträge sind entfernt oder gegenüber der Inventur überholt; ein neuer Edit-Menü-Eintrag (Cmd-Z für „Remove Image") wird durch das System-NSUndoManager-Framework aufgenommen und erscheint daher nicht im RadianceKitApp-Code (siehe Hinweis am Ende des Kapitels).

File-Menü

Ablage-Menü aufgeklappt — Einträge M1 bis M6
Ablage-Menü aufgeklappt — Einträge M1 bis M6

Das File-Menü ersetzt Apples Standard-„New Window"-Eintrag durch projektspezifische Aktionen. Es umfasst Szenen laden/speichern, eine dynamische Recent-Liste, den Workspace-Import sowie das harte Zurücksetzen auf einen Leerzustand.

M1File > Open Scene…

WO

Menüleiste → File → Open Scene… (⌘O).

TECHNISCH

Öffnet einen Datei-Dialog für die Formate RadianceScene-Bundle, .ply, .splat und .spz. Single-Selection, kann sowohl Dateien als auch Verzeichnisse zeigen (für das Bundle-Format). Nach erfolgreicher Auswahl wird der Pfad in die Recent-Liste eingetragen und die Szene asynchron geladen — die vorherige wird ersetzt und die Trainings-Pipeline mit dem geladenen Stand initialisiert. PLY/SPZ/Splat-Dateien werden über die jeweiligen Format-Loader gelesen; das .radiancescene-Bundle ist ein Verzeichnis mit Manifest, Cloud-Snapshot und SfM-Resultaten.

M2File > Save Scene…

WO

Menüleiste → File → Save Scene… (⌘S).

TECHNISCH

Öffnet einen Datei-Speichern-Dialog mit dem Content-Type RadianceScene-Bundle und vorausgefülltem Dateinamen scene.radiancescene. Schreibt ein Verzeichnis-Paket mit manifest.json, der serialisierten Gaussian-Cloud (PLY-Snapshot) und einem Dump des SfM-Resultats, sodass nach dem Wiederöffnen auch das Continue-Training funktioniert. Der Eintrag ist deaktiviert, solange noch keine Gaussians existieren. Speichert nicht in den Training-Logs-Pfad, sondern dorthin, wo der Speichern-Dialog zeigt — typischerweise unter ~/Documents/.

M3File > Open Recent > [Szenennamen]

WO

Menüleiste → File → Open Recent → (Liste).

TECHNISCH

Dynamisches Submenü, das aus einer Liste der zuletzt geöffneten Pfade (in den Einstellungen gespeichert) generiert wird. Jeder Listen-Eintrag wird mit dem Dateinamen benannt und bei Klick geladen. Wenn die Liste leer ist, erscheint stattdessen das deaktivierte Label „No Recent Scenes". Apple-typisch hält die Liste die N zuletzt geöffneten Szenen — die Begrenzung findet beim Schreiben in die Einstellungen statt und nicht im Menü-Builder selbst.

M4File > Open Recent > Clear Recent

WO

Menüleiste → File → Open Recent → Clear Recent.

TECHNISCH

Leert die Recent-Liste in den Einstellungen. Wirkt sofort, ohne Bestätigungsdialog. Der Eintrag erscheint nur dann im Submenü, wenn überhaupt Einträge in der Recent-Liste vorhanden sind (er steht unter einem Divider nach den Pfaden).

M5File > Import COLMAP / Metashape Workspace…

WO

Menüleiste → File → Import COLMAP / Metashape Workspace… (⇧⌘I).

TECHNISCH

Öffnet einen Ordner-Picker. Erwartet einen Ordner mit dem COLMAP-Workspace-Layout (z. B. sparse/0/cameras.{bin,txt} plus images/). Nach Auswahl wird eine Vorprüfung des Workspace durchgeführt — diese erkennt die drei Layouts (sparse/0/, sparse/, Root) und ob die Reconstruction binär (cameras.bin) oder als ETH3D-Text (cameras.txt) vorliegt. Bei Erfolg wird der Workspace importiert; andernfalls erscheint nur eine Warnung im App-Log. Siehe auch Kapitel 9 „SfM-Backends", Q6 für die volle Pipeline-Logik.

M6File > New Project

WO

Menüleiste → File → New Project (⇧⌘N).

TECHNISCH

Prüft, ob ungesicherte Arbeit vorhanden ist. Falls ja, erscheint ein Bestätigungsdialog, bevor irgendetwas verloren geht. Wenn nichts zu speichern ist, läuft das Zurücksetzen direkt — es leert importierte Bilder, das SfM-Resultat, die Gaussian-Cloud, Training-State und alle abhängigen UI-Indikatoren. Achtung: Eine vom Nutzer angelegte Preset-Bibliothek bleibt erhalten, weil sie in den App-Einstellungen und nicht im Projektstand liegt.

Mode-Menü

Modus-Menü mit Simple- und Expert-Mode-Schalter
Modus-Menü mit Simple- und Expert-Mode-Schalter

Zwei einfache Schalter zwischen dem geführten Simple Mode (Wizard-artig, 4 Schritte) und dem vollen Expert Mode (klassisches Inspector-Layout mit allen Reglern).

M7Mode > Simple Mode

WO

Menüleiste → Mode → Simple Mode (⌘1).

TECHNISCH

Schaltet den App-Zustand auf den Simple Mode um. Der Hauptbereich der App zeigt dann den geführten Workflow statt des Expert-Layouts. Der Mode-Zustand wird in den Einstellungen gespeichert (siehe S1 „Default Mode" in Kapitel 3 Settings).

M8Mode > Expert Mode

WO

Menüleiste → Mode → Expert Mode (⌘2).

TECHNISCH

Schaltet den App-Zustand auf den Expert Mode. Damit erscheint das volle Inspector-Layout mit allen Sections (Presets, TrainingConfig, Enhancements, Metrics, LossChart, ProjectNavigator). Im Expert Mode sind sämtliche Training-Parameter, COLMAP-Picker, Mid-Compact-Toggles und Diagnostics zugänglich. Auch der Live-Preview funktioniert nur in diesem Modus.

Training-Menü

Training-Menü mit Continue-Submenü — Einträge M9 bis M14
Training-Menü mit Continue-Submenü — Einträge M9 bis M14

Vier Aktionen rund um den Trainings-Lauf: starten, pausieren, abbrechen und um eine vorgegebene Iterationszahl verlängern. Alle drei Continue-Einträge sind über IAP-gegated (in der Free-Trial-Version nicht klickbar).

M9Training > Start Training

WO

Menüleiste → Training → Start Training (⇧⌘T).

TECHNISCH

Startet die Trainings-Pipeline asynchron. Voraussetzung: ein SfM-Resultat liegt vor und es läuft gerade keine andere Pipeline. Beide Bedingungen blockieren den Eintrag, falls nicht erfüllt. Beim Start werden die aktuellen Konfigurations-Werte gelesen, ein neuer JSONL-Log unter ~/Documents/RadianceKit/Logs/training_YYYY-MM-DD_HHmmss.jsonl angelegt, und je nach Strategie-Wahl der klassische oder der MCMC-Pfad gefahren. Der Trainings-Zustand wechselt von „idle" auf „training".

M10Training > Pause Training

WO

Menüleiste → Training → Pause Training.

TECHNISCH

Pausiert das laufende Training. Wird nur freigeschaltet, wenn der Trainings-Zustand „training" ist. Pausieren stoppt den Iterations-Loop am nächsten Sicherheits-Sync-Point, behält den vollen GPU-State (Gaussian-Buffers, Optimizer-Moments, Scheduler-Position) und schaltet auf „paused". Resume erfolgt über erneutes Drücken (der Eintrag-Titel ist statisch — die App wechselt aber zwischen Pause/Resume in der eigentlichen Logik). Pausierte Trainings überleben kein App-Quit; in dem Fall stattdessen die Szene speichern und später per Continue-Training-Eintrag (M12–M14) erweitern.

M11Training > Cancel Training

WO

Menüleiste → Training → Cancel Training.

TECHNISCH

Bricht das laufende Training ab. Aktiv, wenn der Trainings-Zustand nicht „idle" ist. Setzt den Cancel-Flag in der Trainings-Engine, was den Iterations-Loop am nächsten Sync-Point sauber beendet, den finalen Summary-Eintrag mit ins JSONL-Log schreibt und den Zustand auf „idle" zurücksetzt. Die bisher trainierte Cloud bleibt erhalten (kann gespeichert oder exportiert werden), wird aber als „cancelled" markiert.

M12Training > Continue Training > +5 000 iterations

WO

Menüleiste → Training → Continue Training → +5,000 iterations.

TECHNISCH

Setzt das Training um 5 000 Iterationen fort. Aktiv, wenn ein abgeschlossenes Training fortsetzbar ist und die Vollversion freigeschaltet ist. Die Fortsetzbarkeit gilt, wenn ein abgeschlossenes Training existiert und der volle Optimizer-State noch im Speicher steckt. Beim Continue werden die Adam-Momente und der LR-Scheduler weitergeführt, sodass die Fortsetzung sich verhält wie ein durchgehender 25K-/45K-/60K-Lauf statt eines Neustarts. Der JSONL-Log bekommt einen neuen Config-Eintrag mit dem inkrementellen Setup. Nur in der Vollversion verfügbar.

M13Training > Continue Training > +10 000 iterations

WO

Menüleiste → Training → Continue Training → +10,000 iterations.

TECHNISCH

Identisch zu M12, aber mit 10 000 zusätzlichen Iterationen. Gleiche Vorbedingungen, gleicher LR-Scheduler-Pfad. Empfohlen, wenn das initiale Training mit einem Mid-Tier-Preset gefahren wurde und du eine signifikante Qualitätssteigerung sehen willst, ohne den Lauf komplett neu zu starten.

M14Training > Continue Training > +20 000 iterations

WO

Menüleiste → Training → Continue Training → +20,000 iterations.

TECHNISCH

Identisch zu M12 / M13, aber mit 20 000 zusätzlichen Iterationen. Der größte vorgegebene Continue-Sprung. Bei MCMC-Trainings ist das oft das, was den Unterschied zwischen „passt" und „benchmark-tauglich" macht; bei Classic ab 35–40K kommt erfahrungsgemäß wenig dazu.

Viewport-Menü

Ansichtsfenster-Menü mit Edit-Mode, Kamera-Steuerung und Hintergrund-Submenü
Ansichtsfenster-Menü mit Edit-Mode, Kamera-Steuerung und Hintergrund-Submenü

Steuert den 3D-Viewport: Edit-Mode für Gaussian-Selektion und Cleanup, Kamera-Steuerung (Auto-Rotation, Playback, Recording), Screenshot, Hintergrundfarbe und Reset.

M15Viewport > Enter/Exit Edit Mode

WO

Menüleiste → Viewport → Enter Edit Mode (oder „Exit Edit Mode", je nach Zustand). ⇧⌘E.

TECHNISCH

Der Eintrag-Titel ist dynamisch und zeigt je nach Zustand „Exit Edit Mode" oder „Enter Edit Mode". Beim Drücken wird der Edit-Mode auf dem Viewport-Renderer umgeschaltet. Beim Verlassen des Edit Modes wird zusätzlich die aktuelle Auswahl zurückgesetzt. Der Edit Mode aktiviert die Klick-Selection auf Gaussians, die Box-Selection und das Löschen markierter Gaussians (siehe Editor-Bereich der UI). Deaktiviert solange kein Viewport-Renderer angeschlossen ist.

M16Viewport > Toggle Auto-Rotation

WO

Menüleiste → Viewport → Toggle Auto-Rotation (⌘⌥T).

TECHNISCH

Schaltet die kontinuierliche Rotation der Viewport-Kamera um eine vertikale Achse durch das Szenen-Zentrum an oder aus. Die Achse und Geschwindigkeit kommen aus der Kamera-Steuerungs-Konfiguration. Auto-Rotation ist ein reiner Viewport-Effekt und beeinflusst weder Training noch Recording — wenn du parallel den Turntable-Video-Recorder benutzt (M18), liefert die Auto-Rotation aber genau den Pfad, den der Recorder einfängt.

M17Viewport > Toggle Camera Playback

WO

Menüleiste → Viewport → Toggle Camera Playback.

TECHNISCH

Schaltet den Kamera-Pfad-Playback um. Wenn ein aufgezeichneter Kamera-Pfad existiert (z. B. aus einem vorhergehenden Recording oder weil eine transforms.json geladen wurde), läuft der Pfad ab — die Viewport-Kamera bewegt sich also nicht mehr nach Maus-/Track­pad-Eingaben, sondern reproduziert die Trajektorie Frame für Frame. Erneutes Drücken pausiert den Playback.

M18Viewport > Record Turntable Video

WO

Menüleiste → Viewport → Record Turntable Video.

TECHNISCH

Schaltet die Viewport-Aufnahme um. Beim ersten Drücken startet eine Frame-Aufzeichnung in einen temporären Pfad; beim zweiten Drücken wird die Aufnahme beendet, encodiert und in einen MP4-Pfad geschrieben (Pfad wird über einen Speichern-Dialog abgefragt). Im Unterschied zum Export → Media → Orbit Video (M31), das einen festen 360°-Pfad bei einer einstellbaren Dauer erzeugt, nimmt der Turntable-Recorder live das auf, was du im Viewport siehst — du kannst also auch eine manuelle Kamerafahrt aufnehmen.

M19Viewport > Save Screenshot

WO

Menüleiste → Viewport → Save Screenshot (⇧⌘S).

TECHNISCH

Erfasst einen einzelnen Viewport-Frame in voller Render-Auflösung (also nicht das Fenster-Pixel-Layout, sondern den vollen Render-Target-Inhalt) als PNG-Datei. Der Pfad wird über einen Speichern-Dialog abgefragt. Hintergrundfarbe (M21–M23) wird mit eingebrannt. MetalFX-/MPS-Upscaling-Einstellungen aus den Enhancements (siehe I27/I28) wirken sich aus, wenn aktiv — der Screenshot zeigt also den hochskalierten Output.

M20Viewport > Copy Camera Info

WO

Menüleiste → Viewport → Copy Camera Info.

TECHNISCH

Liest die aktuelle Viewport-Kamera-Pose (Position, Look-At-Punkt, Up-Vektor) und die FOV-Werte aus der Kamera-Steuerung und schreibt sie als Mehrzeilen-Text in die Zwischenablage. Format ist menschenlesbar (label = value je Zeile), nicht JSON. Praktisch, um eine spezifische Ansicht zu Debug-Zwecken zu reproduzieren oder mit dem Support zu teilen.

M21Viewport > Background > Dark Gray

WO

Menüleiste → Viewport → Background → Dark Gray.

TECHNISCH

Setzt die Viewport-Hintergrundfarbe auf ein dunkles Grau (RGB 0.1/0.1/0.1). Der Renderer verwendet diese Farbe als Hintergrund, vor dem die Gaussians composited werden. Die Default-Farbe bei App-Start steuert die Settings-Option S3 „Default Viewport Background".

M22Viewport > Background > Black

WO

Menüleiste → Viewport → Background → Black.

TECHNISCH

Setzt die Viewport-Hintergrundfarbe auf reines Schwarz (RGB 0/0/0). Hilft, falls die Szene viele helle Floater hat und du sie identifizieren willst, oder für Marketing-Material mit dunklem Look-and-Feel.

M23Viewport > Background > White

WO

Menüleiste → Viewport → Background → White.

TECHNISCH

Setzt die Viewport-Hintergrundfarbe auf reines Weiß (RGB 1/1/1). Nützlich, wenn die Szene überwiegend dunkle Inhalte hat und du dunkle Floater (typisches Outdoor-Hintergrund-Rauschen) sehen willst.

M24Viewport > Reset Camera

WO

Menüleiste → Viewport → Reset Camera.

TECHNISCH

Setzt die Viewport-Kamera zurück, verlässt die Training-Camera-Ansicht und stoppt die Auto-Rotation. Damit ist die Kamera zurück auf der initialen Position (typisch: vor der Szene, leicht von oben blickend), die Auto-Rotation ist aus, und falls der Renderer gerade die Training-Camera (eine der SfM-Posen) anzeigte, geht er zur Free-Camera zurück.

Export-Menü

Exportieren-Menü mit drei Submenü-Gruppen — 3D Formats, Media und Photogrammetry
Exportieren-Menü mit drei Submenü-Gruppen — 3D Formats, Media und Photogrammetry

Acht Export-Ziele plus zwei Photogrammetry-Exporte, gruppiert in drei Sections (3D Formats, Media, Photogrammetry). Die ersten sechs werden über eine gemeinsame Helper-Routine gebaut, die jeweils einen Speichern-Dialog öffnet und den Export am Format-Katalog registriert. Die Photogrammetry-Einträge haben individuelle Logik. Alle Photogrammetry- und manche 3D-Exporte sind nur in der Vollversion verfügbar.

M25Export > 3D Formats > Export PLY…

WO

Menüleiste → Export → 3D Formats → PLY (⌘E).

TECHNISCH

Öffnet einen Speichern-Dialog mit Vorgabe-Dateinamen gaussians.ply. Bei OK wird die aktuelle Gaussian-Cloud ins standardisierte ASCII/Binary-PLY-Format geschrieben — kompatibel mit SuperSplat, PolyCam, PlayCanvas und allen gängigen 3DGS-Viewern. Volle SH-Koeffizienten, volle Präzision (Float32 pro Feld). Datei-Größe oft mehrere hundert MB bei ≥ 500K Gaussians.

M26Export > 3D Formats > Export Compressed PLY…

WO

Menüleiste → Export → 3D Formats → Compressed PLY.

TECHNISCH

Schreibt die Gaussian-Cloud im Compressed-PLY-Format mit Custom-Quantisierung der Position-, Scale-, Rotation- und SH-Felder. 5–10× kleinere Dateien als das unkomprimierte PLY (M25) bei minimalen visuellen Verlusten. Kompatibel mit SuperSplat (das den Compressed-PLY-Standard liest) und PlayCanvas. Standard-Dateiname gaussians_compressed.ply.

M27Export > 3D Formats > Export SPZ…

WO

Menüleiste → Export → 3D Formats → SPZ.

TECHNISCH

Schreibt die Gaussian-Cloud im SPZ-Format — das von Niantic veröffentlichte komprimierte Splat-Format mit aggressiver Quantisierung (~90 % kleiner als unkomprimiertes PLY). Vor allem für Web-Viewer und mobile Apps optimiert. Kompatibel mit Niantic Splatt3R, gsplat.js und dem Niantic-Browser-Viewer.

M28Export > 3D Formats > Export glTF…

WO

Menüleiste → Export → 3D Formats → glTF.

TECHNISCH

Schreibt eine .glb-Datei (Binary-glTF) mit der KHR_gaussian_splatting-Extension. Standard-konform, geeignet für Pipelines, die glTF-Engines wie Babylon.js oder Three.js verwenden und die KHR_gaussian_splatting-Extension implementieren.

M29Export > 3D Formats > Export .splat…

WO

Menüleiste → Export → 3D Formats → .splat.

TECHNISCH

Schreibt das Antimatter15-.splat-Format — fixed-size 32 Bytes pro Gaussian (Position als 3× Float32, Scale als 3× Float32, Rotation als 4× Uint8 normalisierte Quaternion, RGB+Opacity als 4× Uint8). Keine SH-Koeffizienten höher als DC. Kleinste Datei mit Browser-Direkt-Kompatibilität. Für gsplat.js und antimatter15s Online-Demo-Viewer.

M30Export > 3D Formats > Export SOG…

WO

Menüleiste → Export → 3D Formats → SOG.

TECHNISCH

Schreibt die Gaussian-Cloud im SOG-Format. SOG („Self-Organizing Gaussian") ist das PlayCanvas-Format mit Texture-Atlas-Layout und WebP-Komprimierung der quantisierten Daten. Skaliert mit 15–20× besserem Größenverhältnis als PLY. Der Export ruft intern cwebp als externes Werkzeug auf — daher in der Sandbox-Variante (App Store) potenziell eingeschränkt.

M31Export > Media > Export Orbit Video…

WO

Menüleiste → Export → Media → Orbit Video.

TECHNISCH

Rendert einen 360°-Orbit um das Szenen-Zentrum und encodiert ihn als MP4 (H.264) oder MOV (HEVC, je nach System-Default). Im Unterschied zu M18 (Live-Recording) ist der Pfad hier fest vorgegeben — Dauer wird in den Settings bzw. im Simple-Mode-Export-Step gewählt.

M32Export > Media > Export Web Viewer…

WO

Menüleiste → Export → Media → Web Viewer.

TECHNISCH

Verpackt einen Standalone-HTML-Viewer (gsplat.js-basiert) plus die Gaussian-Daten Base64-kodiert in eine einzige .html-Datei. Diese Datei läuft offline in jedem modernen Browser — keine Server-Abhängigkeiten, keine externen URLs. Datei-Größe ist etwa Faktor 1.3 größer als die SPZ-Variante (wegen Base64-Overhead).

M33Export > Photogrammetry > Export SfM (transforms.json)…

WO

Menüleiste → Export → Photogrammetry → Export SfM (transforms.json).

TECHNISCH

Eigener Export-Pfad (nicht über die gemeinsame Helper-Routine), weil keine Gaussian-Cloud, sondern das SfM-Resultat exportiert wird. Öffnet einen Speichern-Dialog mit transforms.json als Vorgabe und Content-Type json. Bei OK wird eine nerfstudio-kompatible transforms.json mit Kamera-Intrinsics, Posen (als 4×4-Matrix in NeRF-Konvention) und Frame-Pfaden geschrieben. Hilfetext im UI weist darauf hin, dass die Trainings-Bilder als Geschwister-Ordner images/ mitkopiert werden müssen. Aktiv nur, wenn ein SfM-Resultat vorliegt und die Vollversion freigeschaltet ist.

M34Export > Photogrammetry > Export SfM (COLMAP Workspace)…

WO

Menüleiste → Export → Photogrammetry → Export SfM (COLMAP Workspace).

TECHNISCH

Öffnet einen Speichern-Dialog mit Vorgabe-Name colmap-workspace (ohne Extension, weil es ein Ordner ist). Schreibt einen Standard-COLMAP-Workspace mit sparse/0/cameras.bin, images.bin, points3D.bin. Erlaubt es, eine in RadianceKit gerechnete oder importierte SfM-Rekonstruktion in andere Tools wie Postshot, Nerfstudio oder Meshroom zu öffnen, oder bei einem A/B-Re-Run als bereits-gerechnete Eingabe in RadianceKit selbst (über M5) wieder zu laden — spart Rechenzeit. Aktiv nur, wenn ein SfM-Resultat vorliegt und die Vollversion freigeschaltet ist.

Help-Menü

Hilfe-Menü mit Dokumentations-, Ordner- und Analyse-Einträgen
Hilfe-Menü mit Dokumentations-, Ordner- und Analyse-Einträgen

Sieben Einträge: zwei Dokumentations-Fenster (User Guide, Keyboard Shortcuts), drei Ordner-Shortcuts (Training Logs, Exports, Storage), und drei Analyse-Fenster (Pareto Dashboard, Holdout Analysis, BayesOpt Console). Apple-typisch erscheint das Help-Menü ganz rechts. Das Standard-Help-Menü wird komplett durch die RadianceKit-eigene Variante ersetzt.

M35Help > User Guide

WO

Menüleiste → Help → User Guide (⌘?).

TECHNISCH

Öffnet das User-Guide-Fenster. Es zeigt eine Navigation mit Themen-Sidebar und Scroll-Detailbereich bei Default-Größe 860×640. Die Inhalte sind statisch hinterlegt (nicht aus Markdown geparsed).

M36Help > Keyboard Shortcuts

WO

Menüleiste → Help → Keyboard Shortcuts (⌘/).

TECHNISCH

Öffnet das Keyboard-Shortcuts-Fenster — ein einfaches Scroll-Layout mit allen App-Kurzbefehlen, gruppiert nach Top-Level-Menü. Default-Größe 440×560. Inhalte sind ebenfalls statisch hinterlegt.

M37Help > Open Training Logs…

WO

Menüleiste → Help → Open Training Logs… (⇧⌘L).

TECHNISCH

Berechnet den Log-Ordner als ~/Documents/RadianceKit/Logs, legt ihn falls nötig an und öffnet ihn in Finder. Jeder Trainings-Lauf schreibt eine eigene JSONL-Datei training_YYYY-MM-DD_HHmmss.jsonl dorthin.

M38Help > Open Exports Folder…

WO

Menüleiste → Help → Open Exports Folder…

TECHNISCH

Analog zu M37, aber mit ~/Documents/RadianceKit/Exports. Wird beim ersten Auto-Test-Lauf oder beim ersten Klick angelegt; danach landen dort die Standardpfade aller Auto-Test-Exporte (z. B. autotest_<timestamp>.ply). Manuell über den Speichern-Dialog ausgewählte Exporte gehen NICHT zwingend hier rein, sondern wohin der Nutzer das speichert — daher ist dieser Ordner vor allem für Auto-Tests interessant.

M39Help > Manage Storage…

WO

Menüleiste → Help → Manage Storage…

TECHNISCH

Öffnet den Storage-Browser (siehe Kapitel 4 Auxiliary Windows, IDs W7–W12). Listet alle persistierten Szenen, Trainings-Logs, Exporte und Caches im ~/Documents/RadianceKit/-Ordner mit Größe, ermöglicht Reveal-in-Finder und Move-to-Trash pro Eintrag.

M40Help > Pareto Dashboard…

WO

Menüleiste → Help → Pareto Dashboard… (⇧⌘D).

TECHNISCH

Öffnet das Pareto-Dashboard (siehe Kapitel 4, IDs W13–W22). Das Dashboard lädt alle JSONL-Trainings-Logs aus ~/Documents/RadianceKit/Logs/, ordnet sie nach Szene und Preset und zeichnet einen Pareto-Scatter-Plot (Standard: Loss vs Gaussians, optional Loss vs Wallclock oder PSNR vs Iterationen).

M41Help > Holdout Analysis…

WO

Menüleiste → Help → Holdout Analysis… (⇧⌘H).

TECHNISCH

Öffnet das Holdout-Analyse-Fenster (siehe Kapitel 4, IDs W23–W29). Lädt eine transforms.json, zeichnet die Kameras als 3D-Globe und erlaubt Train/Test-Fold-Splits (angular oder linear, 2–8 Folds). Output ist eine fold-assignment.json, die das Training in den jeweiligen Trainings-Configs als Test-Set verwenden kann.

M42Help > BayesOpt Console…

WO

Menüleiste → Help → BayesOpt Console… (⇧⌘B).

TECHNISCH

Öffnet die BayesOpt-Konsole (siehe Kapitel 4, IDs W30–W39). Lädt vordefinierte Such-Räume (z. B. „MCMC scale-reg + opacity-reg + ssim"), führt Bayesian-Optimization-Trials asynchron aus und zeigt Konvergenzkurve und Trial-Log live.

Hinweis: Cmd-Z im Edit-Menü

Seit Mai 2026 unterstützt der Project Navigator im Expert Mode das Löschen importierter Bilder per Minus-Button oder Backspace-Taste, und das Rückgängigmachen via Cmd-Z. Diese Cmd-Z-Aktion erscheint im macOS-Edit-Menü (das von SwiftUI bereitgestellt wird) als „Undo Remove Image", solange ein gelöschtes Bild noch wiederherstellbar ist. Sie wird über das standard-konforme -System registriert, nicht in ; daher gibt es keinen eigenen M-ID-Eintrag in der Inventur.

Tastatur-Kurzbefehle in der Übersicht

Menü-EintragKurzbefehl
File > Open Scene…⌘O
File > Save Scene…⌘S
File > Import COLMAP / Metashape Workspace…⇧⌘I
File > New Project⇧⌘N
Mode > Simple Mode⌘1
Mode > Expert Mode⌘2
Training > Start Training⇧⌘T
Viewport > Enter/Exit Edit Mode⇧⌘E
Viewport > Toggle Auto-Rotation⌘⌥T
Viewport > Save Screenshot⇧⌘S
Export > 3D Formats > PLY⌘E
Help > User Guide⌘?
Help > Keyboard Shortcuts⌘/
Help > Open Training Logs…⇧⌘L
Help > Pareto Dashboard…⇧⌘D
Help > Holdout Analysis…⇧⌘H
Help > BayesOpt Console…⇧⌘B

Edit-Menü (system-bereitgestellt, im Expert Mode bei aktiver Project-Navigator-Auswahl):

AktionKurzbefehl
Undo Remove Image⌘Z
Remove Selected ImageBackspace / Delete